BSP Fingerprint: Wasserzeichen für GMod Maps erklärt
Ein BSP Fingerprint ist eine verdeckte Markierung in der Map-Datei. Er verhindert das Kopieren nicht, macht eine geleakte Kopie aber zuordenbar.
Ein BSP Fingerprint ist eine verdeckte, technische Markierung in einer Map-Datei, über die sich eine bestimmte Kopie später wiedererkennen lässt. Er verhindert nicht, dass jemand die Datei kopiert. Er soll ermöglichen, dass sich eine aufgetauchte Kopie einer Herkunft zuordnen lässt, im besten Fall einem konkreten Kauf.
Fingerprint, Wasserzeichen, Hash: die Unterschiede
Die drei Begriffe werden oft vermischt, meinen aber Verschiedenes.
| Begriff | Was es ist | Stärke | Schwäche |
|---|---|---|---|
| Hash, etwa SHA-256 | Prüfsumme über die ganze Datei | beweist, dass zwei Dateien exakt gleich sind | ändert sich schon bei der kleinsten Veränderung |
| Sichtbares Wasserzeichen | Logo oder Schriftzug in der Map | kann abschrecken, jeder sieht es | lässt sich finden und entfernen |
| Verdeckter Fingerprint | Markierung in den Datenstrukturen der Datei | bleibt unauffällig und ist auf Wiedererkennung ausgelegt | verhindert keine Kopie |
Ein Hash beantwortet die Frage, ob eine Datei unverändert ist. Ein Fingerprint beantwortet die Frage, von welcher Auslieferung eine Datei abstammt, auch wenn sie nicht mehr exakt dem Original entspricht.
Wie ein Fingerprint in einer Map funktioniert
Eine BSP besteht aus vielen Datenbereichen, den Lumps: Geometrie, Entities, Materialzuordnungen, eingebettete Dateien. In solchen Strukturen gibt es Spielräume, die für die Engine keine Rolle spielen: Die Map sieht gleich aus und spielt sich gleich, obwohl die Datei im Detail anders aufgebaut ist. Ein Fingerprint nutzt solche Spielräume, um eine Kennung unterzubringen.
Zwei Eigenschaften machen ein Verfahren belastbar:
- Mehrere unabhängige Signale. Stützt sich der Nachweis auf verschiedene Bereiche der Datei, hängt er nicht an einem einzelnen Marker. Wird ein Signal beschädigt, können die übrigen weiter zur Bewertung beitragen.
- Ein Datensatz außerhalb der Datei. Die Kennung in der Map ist für sich genommen bedeutungslos. Erst ein serverseitiger Datensatz verbindet sie mit einem Schutzlauf oder einem Kauf. In der Datei muss deshalb kein Name und keine E-Mail-Adresse stehen.
Wo genau ein Fingerprint sitzt und wie er kodiert ist, wird sinnvollerweise nicht veröffentlicht. Diese Details würden kein zusätzliches Vertrauen schaffen, aber das gezielte Entfernen erleichtern.
Herkunftsnachweis und käuferbezogene Kopien
Ein Fingerprint kann auf zwei Ebenen eingesetzt werden.
Herkunftsnachweis: Die markierte Datei lässt sich einem Schutzlauf und damit dem Konto zuordnen, das sie schützen ließ. Das kann helfen, wenn jemand eine Map als eigene Arbeit ausgibt.
Käuferbezogene Kopien: Jede Auslieferung erhält einen eigenen Fingerprint. Zwei Käufer derselben Map besitzen dann technisch unterschiedliche Dateien, die sich im Spiel nicht unterscheiden. Der Ablauf im Ernstfall:
- Ein Käufer lädt seine individuell markierte Kopie herunter.
- Später taucht die Map an einer Stelle auf, an der sie nicht sein sollte.
- Der Ersteller besorgt sich die Datei und lässt sie prüfen.
- Lässt sich der Fingerprint noch auslesen, ordnet die Prüfung die Datei der ursprünglichen Auslieferung zu.
- Auf dieser Grundlage wird über Maßnahmen entschieden.
Was ein Fingerprint leistet
- Zuordnung statt Vermutung. Aus dem Verdacht, dass irgendein Käufer die Map weitergegeben hat, wird ein konkreter technischer Befund dazu, aus welcher Auslieferung die Datei stammt.
- Abschreckung. Wer weiß, dass seine Kopie markiert ist, überlegt sich die Weitergabe womöglich zweimal.
- Grundlage für Maßnahmen. Ein nachprüfbarer Befund trägt eine Sperre oder eine Löschanfrage besser als ein Bauchgefühl.
- Saubere Versionen. Jede Version einer Map kann eigens markiert und dokumentiert werden.
Was ein Fingerprint nicht leistet
- Er verhindert das Kopieren nicht. Die Datei lässt sich weiterhin vervielfältigen.
- Er verhindert nicht, dass die Map auf einem fremden Server läuft. Dafür gibt es die Bindung an einen Server, erklärt in Server-Exclusive Maps.
- Er verhindert kein Dekompilieren. Dagegen richtet sich Obfuscation, siehe BSP Obfuscation erklärt.
- Ein kompletter Nachbau von Hand trägt keinen Fingerprint.
- Kopien, die vor dem Einschalten des Fingerprints ausgeliefert wurden, lassen sich nicht nachträglich zuordnen.
- Ein Treffer zeigt, von welcher Kopie eine Datei abstammt. Er klärt nicht automatisch, wer sie verbreitet hat, denn auch ein Server oder ein Konto kann kompromittiert worden sein.
Der letzte Punkt ist der Grund, warum ein Treffer geprüft und nicht automatisch bestraft werden sollte.
So setzt bspmarket.de den Fingerprint um
In der BSP Protection ist Fingerprint eine eigene Schutzstufe. Der verdeckte Fingerprint wird über mehrere Map-Strukturen verteilt und mit einem serverseitigen Herkunftsdatensatz verbunden. Klartext-Kontaktdaten stehen nicht in der BSP.
Für Produkte im Marketplace können Creator zusätzlich den Käufer-Fingerprint aktivieren. Dann erhält jeder Download einen individuellen Fingerprint. Taucht eine Kopie auf, lädt der Creator die gefundene Datei im Bereich „Schutz“ hoch. Das System liest den Käufer-Fingerprint aus und ordnet die Datei der ursprünglichen Auslieferung zu, auch wenn sie nachträglich verändert wurde. Nach der Prüfung wird die Datei gelöscht, als Beleg bleibt ihr Hash.
Zwei Regeln schützen dabei beide Seiten. Der Creator sieht nur eine pseudonyme Referenz und die Qualität des Nachweises, nie die Identität des Käufers. Die Käuferdaten sieht ausschließlich das Team von bspmarket.de, das den Fall prüft und über Maßnahmen entscheidet.
Auf der Seite Schutz erklärt kann außerdem jeder ohne Login einen SHA-256-Hash gegen den Server-Nachweis abgleichen und so prüfen, ob eine Datei eine echte Ausgabe von bspmarket.de ist.
Ein Fingerprint ist ein Baustein unter mehreren. Wie er mit den anderen zusammenspielt, zeigt GMod Map vor Leaks schützen.
Häufige Fragen
Enthält der Fingerprint persönliche Daten?
Bei bspmarket.de nicht im Klartext. In der BSP steht eine technische Kennung, die Zuordnung zu einem Kauf erfolgt über serverseitige Datensätze.
Merken Spieler etwas vom Fingerprint?
Nein. Ein Fingerprint ist kein sichtbares Wasserzeichen. Die Map sieht aus wie zuvor und spielt sich wie zuvor.
Kann man einen Fingerprint entfernen?
Ausschließen lässt sich das nicht. Verfahren mit mehreren unabhängigen Signalen erschweren das gezielte Entfernen, und die genauen Positionen bleiben aus diesem Grund unveröffentlicht.
Reicht ein Fingerprint als Beweis für einen Leak?
Er ist ein technischer Befund, der zeigt, von welcher Auslieferung eine Datei abstammt. Wie er im Einzelfall zu bewerten ist, hängt von den Umständen ab. Für eine rechtliche Einschätzung brauchst du fachkundigen Rat.